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News 17 Nov, 2025

Die Schweiz fördert die Wiederherstellung von Waldlandschaften in Afrika und Südamerika mit einem Beitrag von 5,2 Millionen Franken

Belém, Brasilien, 17. November 2025 (IUCN) – Heute hat die Schweiz auf der 30. Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP30) bedeutende neue Investitionen in den Forest Landscape Restoration (FLR) Hub angekündigt, um die Wiederherstellung von Wäldern und Landschaften in Afrika auszuweiten und den Wissensaustausch in Lateinamerika zu stärken. 

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Photo: Peter Kemna/Unsplash

Der Beitrag der Schweizer Regierung in Höhe von 5,2 Millionen Schweizer Franken wird dazu beitragen, das von der IUCN in Zusammenarbeit mit dem WWF und dem WRI umgesetzte Programm zur Wiederherstellung von Waldlandschaften (Forest Landscape Restoration Hub) erheblich auszuweiten. Die neuen Mittel werden die Wiederherstellungsbemühungen in Mosambik und Madagaskar verstärken und den regionalen Wissensaustausch durch eine südamerikanische FLR-Wissensplattform vertiefen.

Dies gab Pierre-Yves Morier, stellvertretender Missionschef der Schweizer Botschaft in Brasília, während der hochrangigen Veranstaltung „The Bonn Challenge: 15 Years of Forest Landscape Restoration for Climate, Nature & People“ bekannt, die von der IUCN und der deutschen Regierung in Zusammenarbeit mit dem Global Landscapes Forum (GLF) organisiert wurde.

Derzeit ist der FLR Hub in sechs Ländern aktiv, nämlich in Brasilien, Kolumbien, Peru, Madagaskar, Tansania und Uganda. Der Schweizer Beitrag wird die weitere Ausweitung unterstützen, darunter:

  • Ausweitung der FLR-Umsetzung in Afrika mit besonderem Schwerpunkt auf der Wiederherstellung degradierter Wald- und Agrarlandschaften in Mosambik und der Ausweitung der Aktivitäten in Madagaskar;
  • Einrichtung einer regionalen südamerikanischen Wissens- und Lernplattform, die allen Organisationen offensteht, die im Bereich der Land- und Waldwiederherstellung tätig sind, und den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Ländern wie Brasilien, Peru, Kolumbien und anderen ermöglicht;
  • Zugang für lokale Gemeinschaften und Regierungspartner zu technischer Unterstützung, Schulungen und evidenzbasierten Instrumenten für eine hochwertige FLR;
  • Erleichterung der Zusammenarbeit zwischen der Bonn Challenge, der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen und dem Global Biodiversity Framework (GBF).

Pierre-Yves Morier kündigte den neuen Beitrag an und erklärte: „Die Schweiz engagiert sich für die Unterstützung von Ländern in Afrika und Südamerika bei der Wiederherstellung ihrer Landschaften im Hinblick auf Klimaresilienz, Biodiversität und nachhaltige Entwicklung. Mit unserer Investition in den FLR Hub wollen wir die nationalen Kapazitäten stärken, lokale Gemeinschaften durch inklusive Beteiligung stärken, die Gleichstellung der Geschlechter und die soziale Inklusion fördern und den Wissensaustausch insbesondere zwischen den Amazonasländern für eine wirksame, evidenzbasierte Wiederherstellung erleichtern. Gesunde Wälder und widerstandsfähige Landschaften sind für ein stabiles Klima und das Wohlergehen heutiger und künftiger Generationen von entscheidender Bedeutung.“

Dr. Chetan Kumar, Global Head des IUCN Forest and Grasslands Team, begrüßte die Unterstützung der Schweiz: „Dieser Beitrag kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Die Ausweitung der Wiederherstellung erfordert langfristige Partnerschaften, technische Kapazitäten und vorhersehbare Finanzmittel. Die Investition der Schweiz wird nicht nur die Wiederherstellung vor Ort ausweiten, sondern auch das Lernen und die Transparenz in allen Regionen stärken – und so sicherstellen, dass die Wiederherstellung echte Vorteile für Mensch, Natur und Klima bringt.“

Auf der hochrangigen Veranstaltung COP30 betonten Minister und Partner die Notwendigkeit, die FLR in die national festgelegten Beiträge (NDCs) im Rahmen des Pariser Abkommens und in die nationalen Biodiversitätsstrategien und Aktionspläne (NBSAPs) im Rahmen des GBF sowie in die Politik für nachhaltige Entwicklung zu integrieren und gleichzeitig öffentliche und private Finanzmittel für eine langfristige Wiederherstellung in großem Maßstab zu mobilisieren.

Die neuen Finanzmittel der Schweiz werden diese Prioritäten direkt unterstützen, indem sie Folgendes ermöglichen:

  • Ausweitung der landschaftsweiten Wiederherstellung in einigen der klimavulnerabelsten Regionen;
  • Kapazitätsaufbau für die Überwachung und Berichterstattung durch Instrumente wie das IUCN Restoration Barometer;
  • Verstärkte Süd-Süd-Zusammenarbeit, die afrikanische und südamerikanische Länder durch gemeinsamen Lernprozess und praktischen Austausch miteinander verbindet.

Da sich die Welt der Frist von 2030 nähert, bis zu der im Rahmen der Bonn Challenge 350 Millionen Hektar degradierte Flächen wiederhergestellt werden sollen, signalisiert dieser Beitrag das anhaltende Engagement der Schweiz für internationale Zusammenarbeit und naturbasierte Lösungen (Nature-based Solutions, NbS).

Mit Blick auf die Zukunft betonten die IUCN und ihre Partner, wie wichtig anhaltende politische Aufmerksamkeit und Investitionen sind, um die Wiederherstellungszusagen in messbare Ergebnisse umzusetzen. Mit Unterstützung der Schweiz wird der FLR Hub eng mit afrikanischen und südamerikanischen Partnern zusammenarbeiten, um hochwertige, inklusive und widerstandsfähige Wiederherstellungslandschaften zu fördern.